The last September Weekend: Von Hagebuttensträucher und einer samtigen Feigentarte

Vor 2 Wochen habe ich beim Spaziergang Hagebuttenzweige und verschiedene Blätter für die schönste Herbstdekoration gesammelt. Dabei kam mir die Idee einen Korb voller Hagebutten zu sammeln, um daraus köstliche Marmelade zu kochen.

Laut Internet gibt es zwei Möglichkeiten aus dem frischen Hagebutten köstliche Marmelade herzustellen:

Entweder man schneidet die Hagebutte auf und  pult in mühevoller und meditativer Kleinstarbeit die ganzen Kerne aus der Frucht. Oder man schneidet lediglich den Stiel- und Blütenansatz ab und kocht die ganze Hagebutte ca. 45 Minuten in etwas Wasser weich und schmeißt sie anschließend inklusive Kochwasser in den Entsafter und bekommt köstliches Hagebuttenmark aus welchem man feinste Marmelade kochen kann.

Spoiler: Es ist in einem Desaster geendet und zwar ganz ohne Marmeladenrezept.

Ich hatte mich für die zweite Variante entschieden und stand am Ende vor einem verstopften Entsafter der sich nicht mehr öffnen ließ weil sich ein Vakuum gebildet hatte, was den Deckel bombenfest hielt. Kein Drehen. Kein  Einweichen. Kein Durchspülen sowie jegliche Hausmittel haben ansatzweise funktioniert, der Deckel lies sich einfach nicht öffnen. Das zähe Hagebuttenmark wirkte wie Kleister, nein schlimmer noch, wie Zement und hatte jegliche Öffnungen verstopft. Nach stundenlangen probieren, hat sich nichts verändert. Als ich am nächsten Tag mit einem super freundlichen Mann vom Kundenservice gesprochen hatte und er ganz einfach meinte:  „Schicken Sie mir den Behälter so wie er ist zu, ich versuche ihn zu öffnen und schicke ihn geöffnet zurück“, war ich ziemlich erleichtert!

Mein Mann war dann sogar noch schneller und überraschte mich daheim mit einem geöffneten Behälter. Es hat vier kräftige Männerhände gebraucht um ihn zu öffnen! Von selbstgemachtem Hagebuttenmark habe ich erst einmal die Nase voll und werde es weiterhin lieber

kaufen.

Also gibt es heute anstelle von einer samtig vitaminreichen Hagebuttenmarmelade eine samtige Feigentarte, die so zart ist, dass sie auf der Zunge zergeht und im Inneren eine Überraschung verbirgt…

Feigentarte mit Honigcreme
(für eine 26er runden Tarteform)

Für den Mürbeteig:
150 g Butter
100 g Zucker
1 x Ei (Größe M)
250 g Mehl

Füllung:
250 g Mascarpone
250 g Magerquark
100 g Honig
2 EL Zitronensaft
200g Sahne
1 Pck. Sahnesteif
3 EL Pflaumen-Marmelade (Rezept z.B. hier)

Belag:
8 frische Feigen
3 EL Walnüsse
1 EL Honig

Zubereitung:
Zuerst die Butter mit dem Zucker in eine Schüssel geben und mit den Händen! verkneten bis alles vermengt ist. Erst das Ei unterschlagen und anschließend das Mehl nach und nach zu der Buttermasse geben und nur so lange kneten bis das Mehl eingearbeitet ist. Den Mürbeteig abgedeckt in den Kühlschrank stellen und für ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen auf 170 Grad vorheizen, eine Tarteform ausbuttern und mit Mehl bestäuben.

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen, kurz mit den Händen verkneten, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kreisrund ausrollen und die Backform damit auslegen, den Teig dabei bis zum Rand hochziehen (bei einer Springform nur etwa 1/3 des Randes) mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen, mit Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten (z.B. Erbsen) befüllen. 25 Minuten im vorgeheizten Backofen vorbacken, Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und weitere 10 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und vollständig auskühlen lassen.

Für die Füllung Mascarpone, Quark, Honig und Zitronensaft zu einer geschmeidigen Creme verrühren. Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und vorsichtig unter der Mascarponecreme heben.

Die Pflaumenmarmelade auf den ausgekühlten Tarteboden verstreichen. Die Honig-Creme einfüllen und glatt streichen. Kühl stellen.

Die Walnüsse hacken und in eine antihaftbeschichtete Pfanne goldbraun rösten, den Honig dazugeben und verrühren. Die karamellisierten Nüsse auf ein Backpapier belegtes Backblech verteilen und auskühlen lassen.

Feigen waschen und trocken tupfen. Stielansatz entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Die Tarte dachziegelartig mit den Feigenscheiben belegen und mit den karamellisierten Walnüssen bestreuen.

Grandios lecker und die Pflaumen-Marmelade im Inneren sorgt für viele Oh´s und Ah´s!

Lasst es euch schmecken und genießt die Feigenzeit!

Eure Sabsi

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