Happy Weekend: Rhabarber Streusel-Tartelettes – ohne Streusel, ohne mich

Das Beste am Kuchen sind doch die Streusel, für mich können es gar nicht genug davon sein, ich liebe sie seit Kindertagen!

Aber ich esse weder Kirsch- noch Pflaumen-, noch sonstige Obstkuchen dafür aber die Streusel, die ich immer – sehr zum Ärger meiner Oma – vom Kuchen gemobbst habe 😉 Heute mobbse ich die Streusel nicht mehr, sondern backe einfach meine eigenen Lieblingskuchen mit doppelt so viel Streusel und fruchtigen Rhabarber. Die Tartelettes lassen sich mit jedem beliebigen Obst füllen und somit zu jeder Jahreszeit genießen, ganz nach der eigenen Vorliebe! Also ran an die Rührschüsseln und Streusel kneten…Rhabarber Tartelettes
(für ca. 6-8 Tartelettes)

Für den Mürbeteig:
300 g Mehl
100 g gemahlene Walnüsse
100 g Zucker
1 Prise Salz
250 g kalte Butter (in Würfel geschnitten)

Für die Füllung:
500 g Rhabarber (gewaschen und geputzt)
500 g Himbeeren TK
2-3 EL Zucker
Mark von 1/2 Vanilleschote

Für die Streusel:
250 g Mehl
200 g Zucker
200 g Butter
100 g gehackte Walnüsse
50 g kernige Haferflocken

Zubereitung:
Für den Mürbeteig alles Zutaten rasch zu einem Teig verkneten, in Frisch-
haltefolie packen und für 30 Minuten kühl stellen.

Die Rhabarberstangen waschen, putzen und in 2–3 cm große Stücke
schneiden, den Zucker und das Vanillemark unterrühren. Die Himbeeren
vorsichtig unterheben und für gute 30 Minuten ziehen lassen.

Für die Streusel alle Zutaten grob miteinander verkneten und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen. Die Tartelettes Förmchen fetten. Den Mürbeteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die Tartelettes Förmchen damit auslegen. Im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten vor backen und herausnehmen. Die Rhabarber-Himbeerefüllung auf die vor gebackenen Tartelettes verteilen und die Streusel darauf verteilen.

Für weitere 15–20 Minuten goldgelb backen. Herausnehmen und vollständig auskühlen lassen.

Mit etwas Puderzucker bestreuen und nach Vorliebe mit einem Löffel cremigen Joghurt oder einen Klecks Sahne genießen. Ich habe Kefir pur entdeckt und er schmeckt sensationell dazu.

Habt einen tollen Sonntag!

Bis bald, 
eure Sabsi

Fruchtige Rhabarbertarte

Bevor die Rhabarbersaison zu Ende geht, gibt es hier noch das ein oder andere Rezept für euch. Rhabarber mit seiner süss/säuerlichen Eigenschaft habe ich schon früher, als Kind, geliebt! Da wurden die Rhabarberstangen direkt roh am Stück gegessen, zwischendurch einfach in etwas Zucker getaucht und schon war ich glücklich.

 

Ich kann mich noch an Ferien erinnern die ich mit meinen Großeltern bei Verwanden verbracht habe. Diese Verwanden hatten einen großen Hof, mit dem schönsten Obst-und Gemüsegarten den Ihr euch vor- stellen könnt! Johannisbeer-, Brombeer-, Himbeer, und Stachelbeersträucher. Ranken voller frischer Erbsen, die wir einfach abgezupft und direkt gegessen haben. Beete voller Erdbeeren, Rhabarber und frisches Gemüse soweit das Auge reicht. Eine Pferdekoppel voller Obstbäume, wo man sich einfach nur ins Gras gelegt und den Tag genießen konnte. Früher war es ganz normal, einen Selbstversorgergarten zu haben. An den Obststräuchern zu naschen, war wie etwas verbotenes zu tun, man musste aufpassen, das die Tante einem beim Naschen nicht erwischt. Für mich war es das reinste Paradies und daher gehe ich auch so gern auf den Wochenmarkt, es fühlt sich ein klein wenig so an, wie damals in diesem Garten…

Am Samstag bin ich ganz spontan mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt gefahren, habe Rhabarber, frische Erdbeeren, Gemüse  und einen Korb voller Kräuter gekauft. Mit dem letzten Geld, gab´s noch wunderschöne Blumen und einen Kaffee. Am Fahrrad angekommen, habe ich den ganzen energie- geladenen Trubel und die tolle Stimmung auf mich wirken lassen und dabei ganz entspannt meinen Kaffee getrunken. Die City war brechen voll, unzählige Reisegruppen, der große Promenadenflohmarkt und ganz Münster waren bei schönsten Sonnenschein unterwegs. Und zur Erklärung: Wenn ich nicht vorher das Geld für den Wochenmarkt abzählen und mir keine Einkaufsliste machen würde, würde ich pleite gehen! Schon beim Anblick der angebotenen Köstlichkeiten, sprudeln die Ideen in meinem Kopf und ich könnte einfach alles kaufen 🙂 Nur wer soll das anschließend alles essen und wie soll ich das dann mit dem Fahrrad nach Hause bringen…

Zu Hause angekommen, wurde der Rhabarber direkt als Kompott, Sirup und zu einer leckeren Tarte verarbeitet. Übrigens suche ich ja immer noch diesen blutroten Rhabarber (nennt sich wohl Himbeererhabarber) der selbst im Inneren leuchtend rot ist. Für Tipps wäre ich sehr dankbar 🙂

Rhabarber Tarte: 
(für eine längliche Tarteform)

Für den Boden: 
150 g Mehl
30 g Kakao
Abrieb von einer Limette
40 g Puderzucker
115 g Butter

Für die Creme: 
150 g Sahnequark
100 g Mascarpone
4 EL Rhabarbersirup (z.B. nach diesen Rezept) 
100 g weiße Schokolade

Rhabarberbelag: 
2 Stangen Rhabarber 
50 ml Rhabarbersirup
etwas Speisestärke

Außerdem:
etwas frische Minze
und ein paar Baisers für die Dekoration

Zubereitung:
Den Rhabarber waschen, putzen und in Tartgroße Stücke schneiden und diese – je nach Größe – längs halbieren. In eine Auflaufform geben und mit dem Rhabarbersirup übergießen und beiseite stellen.
Für den Boden Mehl, Kakao, Puderzucker und den Abrieb der Limette in einer Schüssel vermischen. Die kalte Butter würfeln und mit der Mehlmischung zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Anschließend den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen. Das obere Blatt Backpapier abziehen und den Teig mit der unteren Lage Backpapier in die Tarteform legen. Somit spart Ihr euch das Einfetten der Form und er lässt sich nach dem Backen ganz einfach aus der Form nehmen. Den Teig in die Form drücken und mehrmals ein- stechen, wieder mit dem zweiten Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchte beschweren. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 15 Minuten backen. Nach 15 Minuten die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und für weitere 5 Minuten backen, herausnehmen und in der Tarteform auskühlen lassen. Den Ofen nicht ausstellen, sondern den eingelegten Rhabarber für ca. 7-10 Minuten im Ofen weich rösten. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Währenddessen die Creme herstellen, dazu die weiße Schokolade grob hacken, im heißen Wasserbad schmelzen und beiseite stellen. Die Mascarpone mit dem Rhabarbersirup verrühren und den Sahnequark nach und nach hinzufügen. Sobald die Creme schon glatt ist die abgekühlte Schokolade löffelweise einrühren und auf den abgekühlten Tarteboden verstreichen. Mit den Rhabarber belegen. Den entstandenen Rhabarbersaft in einen kleinen Topf geben und zum kochen bringen, ca. 1/2 TL Speisestärke mit ein wenig Wasser glatt rühren und  zum Rhabarbersaft geben und kurz sprudelnd aufkochen. Sofort löffelweise über den Rhabarberbelag geben. Die Tarte für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen und vor dem Verzehr mit frischer Minze und wer mag, mit ein paar Baisertupfen belegen.

Lasst es euch schmecken.

Bis bald,
eure Sabsi