Heidelbeere-Vanille-Granola mit Mandeln und warum wir heute anders aber nicht schlechter essen.

Es ist immer wieder faszinierend, wie sich das eigene Leben im Laufe der Zeit ändert und während man sich im Hier und jetzt befindet, man sich gar nicht mehr vorstellen kann, wie es im vorher war… verwirrend? Jepp, ich schreibe ja gern lang gezogene Sätze mit viel Inhalt 😉

…ganz einfach! Wenn ich mir überlege, dass ich früher unter der Woche fast täglich frisch gekocht habe, bedeutet: ich habe mich abends nach der Arbeit um halb acht in die Küche gestellt und das Abendessen frisch gekocht, egal wann mein Mann nach Hause kam. Und genau das hat sich in den letzten Jahren ziemlich geändert, ich koche mittlerweile unter der Woche selten bis gar nicht mehr! Wir ernähren uns jetzt aber nicht von Fertigprodukten, sondern einfach anders, bewusster! Wo ich früher abends noch spontan einkaufen ging, koche ich heute meist einen Teil für die Woche vor. Dazu, verbringe ich je nach Lust und Laune am Samstagabend oder Sonntagvormittag 1–2 Stunden in der Küche und bereite für die Woche alles vor. Manchmal nach Plan, manchmal auch ganz spontan je, nachdem was beim Wocheneinkauf in den Einkaufswagen gelandet ist und die Woche so ansteht. Mal gibt es einen Eintopf oder einen Salat, der schnell zubereitet ist. Gerade Eintöpfe schmecken zu dieser Jahreszeit besonders gut und werden mit jedem Mal in dem sie aufgewärmt werden, nur noch besser. Eine schnelle Suppe mit viel Gemüse ist auch toll, dafür habe ich immer folgendes:

im Tiefkühler:
Gemüsebrühe (selbst gekocht und portionsweise eingefroren)
Rindfleisch- oder Hühnerbrühe (selbst gekocht und portionsweise
eingefroren)
verschiedene TK Kräuter (Ingwer / Koriander / Petersilie usw.)

aus dem Vorrat:
kleine Nudeln (Hörnchennudeln / Reis-, Udon-, Mie-Nudeln)

frisch aus dem Kühlschrank:
Gemüse: Babyspinat, Champignon, Möhren, oder z. B. Räuchertofu

Daraus könnt Ihr wunderbar innerhalb von 15 Minuten eine wärmende Suppe kochen. Während die Brühe erhitzt wird, einfach kleine Nudeln separat kochen. Gemüse – alles was Ihr im Kühlschrank oder im Tiefkühler findet – z. B. Babyspinat, Champignon, Möhren, Erbsen usw. klein schneiden und in die Brühe geben, nach Belieben mit Kräutern (Ingwer, Koriander, Chili, Petersilie, Schnittlauch) abschmecken. Die Nudeln in eine Suppenschale geben, mit dem Gemüse und der heißen Brühe auffüllen und mit gehackten Kräutern bestreuen. Schmeckt auch mit Reis sehr lecker.

Ebenfalls habe ich z. B. auch immer Hähnchenfilets im Tiefkühler. Fleisch morgens im Kühlschrank auftauen lassen und Abends nur mit mediterranem Gemüse (grob geschnitten) wie z. B. einer Zucchini, eine handvoll Tomaten, einer roten Paprika, etwas gutem Olivenöl und Kräutern nach Wahl im Backofen bei 180 Grad ca. 25 Minuten braten, mit in Würfel geschnittenen Schafskäse bestreuen und weitere 5 Minuten überbacken. Dazu einfach (nach Wahl etwas Brot und) einen Dip aus Joghurt und Kräutern reichen und schon habt Ihr ein wunderbares Abendessen. Zum Frühstück gibt es bei mir unter der Woche ein knuspriges Müsli mit Joghurt und Obst nach Wahl, welches ich meist mit in die Arbeit nehme und dort esse. Im Sommer liebe ich Smoothies zum Frühstück und einen Salat zum Mittag bzw. Abendessen. Ich freue mich schon auf den Sommer, dann gibt es wieder leckere Salatideen im Glas.

Obst, muss meist schnell gegessen bzw. verarbeitet werden, allerdings lässt sich nicht jedes Obst einfrieren, daher könnt Ihr daraus wunderbare Smoothies zaubern und diese dann portionsweise in kleinen Glasflaschen bzw. Weck-Gläsern einfrieren. Sie schmecken nach dem Auftauen genauso wie frisch püriert.

Für den süßen Zahn oder spontanen Besuch, habe ich immer Waffeln und Gebäck im Tiefkühler, welches nur schnell auf getoastet oder aufgebacken werden muss und anschließend genauso schmeckt und herrlich duftet wie frisch gebacken.

Tolle Waffelrezepte findet Ihr hier oder hier. Leckere Cookies findet Ihr z.B. hier Es macht so viel Spaß sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Und bevor ich jetzt noch einen halben Roman schreibe, gibt es erst einmal das Rezept für meine neueste Müslikreation:

Heidelbeere Vanille Granola mit Mandeln

225 g kernige Haferflocken
75 g Amarant gepufft
2 x Packungen Heidelbeere-Mandel-Mix (z.B. von Rewe)
alternativ 200 g Mandeln und 100 g getrocknete Heidelbeeren

Mark von einer Vanilleschote
75 g Reissirup
75 g neutrales Speiseöl

Zubereitung:

Backofen auf 175 Grad (Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und beiseite stellen.

Die Haferflocken mit dem Amarant und den Mandeln in einer Schüssel mischen und beiseite stellen. Die getrockneten Heidelbeeren werden nach dem Backen unter das Müsli gemischt, da sie sonst hart werden.

Reissirup und Speiseöl mit dem Mark der Vanilleschote in einem kleinen Topf erhitzen und unter Rühren kurz aufkochen lassen, sodass sich der Sirup und das Öl miteinander verbinden. Die Flüssigkeit über die trockenen Flocken geben und mit einem Holzlöffel alles gut vermengen.

Die Haferflockenmischung auf das Backblech verstreichen und im Backofen ca. 15–20 Minuten knusprig goldgelb backen.

Herausnehmen und die getrockneten Heidelbeeren untermischen. Anschließend vollständig auskühlen lassen und in einem luftdichten Behälter aufbewahren.

Bis bald,
Eure Sabsi

Übrigens Gericht aus Resteverwertung wie ich es nenne, schmecken überraschenderweise immer besser als jedes 3 Sterne Menü ;-).

Habt Ihr vielleicht Lust auf noch mehr Tipps, wie man unter der Woche schnelle aber leckere Gerichte ohne viel Aufwand zubereiten kann? Ich würde mich über Eure Kommentare freuen. Vielleicht entsteht daraus ja sogar eine neue Rubrik 🙂

Das letzte Januar Wochenende und ein fruchtiges Zitronen-Ingwer Granola

Eigentlich wollten wir ein wundervolles Wochenende im Siegerland im Kreise der Familie verbringen und so richtig die Korken knallen lassen. Eigentlich! Da ich aber seit über 10 Tagen mit einer Bronchitis sprichwörtlich flachliege und keinen Ton rausbekomme, haben wir – natürlich ganz spontan – umdisponiert 😉

Das Wochenende wird mit reichlich Tee, einer Folge Harrypotter auf dem Sofa verbracht. Dabei werden wir es uns so richtig gut gehen lassen bzw. werde ich es mir so richtig gut gehen lassen 😉

Zuerst werde ich mir das Frühstück ans Bett bringen lassen (natürlich ganz Instagramlike) nur um mich später über die Krümelei zu ärgern. Also doch lieber nur eine Schale voll knusprigem Zitronen-Granole und einen frisch gepressten Vitamin-Booster. Und ganz wichtig, unbedingt frische Blumen aufs Tablett stellen! Fragt sich jetzt nur, wer bringt mir mein Frühstück ans Bett?

Zweitens möchte ich eine frisch gekochte Hühnersuppe (der TK-Vorrat ist leer) UND anschließend ein großes Eis, gegen die üblen Halsschmerzen. Fragt sich jetzt nur, wer kocht mir eine Hühnersuppe und bringt mir ein Eis?

Und wer kauft mir frische Blumen für´s Wochenende? OK, ich sollte mir vielleicht eher etwas gegen diese wahnwitzigen Vorstellungen – die ich hier aufschreibe – verschreiben lassen…

Dann werde ich mir mein Frühstück wohl selbst machen. Habt ihr auch Lust auf ein ruchtiges Granola mit dem gewissen Etwas in Form von kandierten Ingwer?

Zitronen Granola mit kandierten Ingwer

200 g Dinkelflocken (z.B. von Kölln Flocken)
75 g kernige Haferflocken (z.B. von Kölln Flocken)
50 g Amarand gepufft
50 g blanchierte ganze Mandeln
2 EL Sesam

50 ml Pflanzenöl
Saft und Abrieb von 1 Zitrone
2 EL Honig

Außerdem:
150 g kandierten Ingwer (gibt´s z.B: bei DM)

Zubereitung:
Den Backofen auf 160 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen und beiseite stellen

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.

Die feuchten Zutaten in einem kleinen Topf geben und erhitzen bis alles
verbunden ist.

Die flüssige Honig-Öl-Mischung über die Flocken gießen und mit einem Löffel vorsichtig umrühren bis alles gut vermischt ist.

Die Müslimischung auf dem Backblech verteilen und im Backofen ca. 15-20 Minuten goldgelb backen, dabei mehrmals wenden und darauf achten, dass es nicht zu dunkel wird.

Den kandierten Ingwer ggf. etwas zerkleinern, unter das noch warme Knuspermüsli geben und vollständig abkühlen lassen. Anschließend luftdicht in einem Schraubglas aufbewahren.

Es schmeckt ganz wunderbar zu sahnigen Joghurt!

Das Rezept für den Vitamin-C Booster ist mir vor Tagen in die Hände gefallen und schon über (räusper) 20 Jahre alt… es stammt noch aus der Schulzeit. Kennt ihr noch das Fach: „Hauswirtschaftslehre“? Ich habe schon damals zwar schon gern gekocht aber nähen habe ich gehasst, es war für mich der blanke Horror und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich kann mich noch an meine lachsfarbene super stylische Stoffhose erinnern die ich nähen musste…ich sag nur so viel: der blanke Horror! Aber die Vitamin-C Bombe ist echt lecker.

Vitamin-Booster

2-3 Orangen und eine Zitrone auspressen und nach Bedarf mit 1-2 Teelöffel Honig abschmecken. Fertig!

Ihr findet mich dann beim exzessiven Shoppen auf dem Sofa und Schuld daran, haben natürlich nur die Medikamente, die ich seit Tagen einnehme. Ich glaube, dafür werde ich dem Göttergatten einen Kuchen backen müssen… irgendwie muss ich ihm auf die Paketflut in den nächsten Tagen vorbereiten 😉

Habt ein wundervolles Wochenende!

Bis bald,
eure Sabsi