Apfelküche – das pure Apfelglück und ein Stück vom Florentiner Apfel-Kuchen

*Buchrezension/Werbung

Ich liebe Äpfel total, aber nur die vom Wochenmarkt oder direkt vom Bauern. Diese hochpolierten Supermarktdinger mag ich nicht, es sind für mich keine echten Äpfel. Ein saftiger Apfel bedeutet für mich Kindheitserinnerungen pur. In Nachbars Garten die Äpfel vom Baum pflücken und voller Genuss reinbeißen… Apfellieb pur! Genau wie in diesem Buch.

Wusstet ihr eigentlich, dass man aus Apfelschalen und Resten einen grandiosen Apfelessig ansetzten kann? Dass man aus Gemüse-Schalen und Resten einen tollen Fond und leckere Brühe kochen kann, ist bekannt, aber aus Apfelschalen, hört sich nicht nur toll an, funktioniert auch ganz easy. Also merken: Beim nächsten Backen vom Apfelkuchen alle Schalen und Reste aufbewahren und eigenen Apfelessig ohne Zusatzstoffe ansetzten.

Das passende Rezept, findet ihr in dem brandneuen Buch „Apfelküche“ von den Autoren Madeleine und Florian Anker vom wundervollen Blog „Das Backstübchen“, auf dem sie ihre Liebe zu gutem Essen mit grandiosen Rezepten teilen. Sie sind für dieses Buch direkt zur Wurzel des Apfels – zum Apfelbauern gereist – um nicht nur von leckeren Rezepte, sondern auch fundiertes Wissen über die Herkunft, die verschiedenen Sorten und für welche Leckereien sie sich besonders eignen, zu schreiben.

Apfelküche
Vom Baum auf den Tisch –
über 70 herzhafte und süße Rezepte
ISBN 978-3-8310-4008-7
DK Verlag

Das Buch

Pure Apfelliebe! Pure Begeisterung ab der ersten Seite! Dieses Buch liefert auf knapp 200 Seiten, über 70 grandios herzhaft & süße Rezepte, die nicht nur mit stimmungsvollen Fotos und vielen Tipps rund um den Apfel abgerundet werden, sondern hält auch noch eine Menge an Fachwissen parat. Eine wundervolle Mischung von bekannten Klassikern – die uns nicht nur pure Kindheitserinnerungen schenken – sondern zu einer kulinarischen Reise durch andere Länder einlädt und uns zeigt, wie vielfältig der Apfel sein kann.

Mein Fazit

Wenn ich mit diesem Buch DAS perfekteste wundervollste Herbstdinner zaubern würde, gäbe es zur Begrüßung einen Apfel-Ingwer-Spritz, der Dank Rosmarin ein echter Appetitanreger ist. Als Vorspeise die wärmende Apfel-Lauch-Suppe mit Apfelchips und gerösteten Lauch, als Zwischengang den spritzigen Apfel-Bulgur-Salat und als Hauptgang ein Lachsfilet mit karamellisierten Apfel-Blaubeeren-Kräuter Topping! Bei solch einem Dinner, darf eins nicht fehlen, das Dessert! Aber es gäbe nicht nur eins, sondern eine ganz besonders feine Auswahl von einer cremigen Apfelmouse mit Schoko-Crumel, ein kleines Stück vom knusprigen Florentiner-Apfel-Kuchen und eine Kugel aromatisches Apfel-Sauerrahm-Eis mit Thymian und Amarettinibrösel.

Ein Gedicht von einem Menü, dass es so in keinem Sternerestaurant zu essen gibt! Also ladet Freunde ein, zaubert ein unvergessliches Herbstdinner und genießt die gemeinsame Zeit! Wer möchte, kann auch eine Tortillia Party feiern und diese mit Pulled Chicken in Apfel-Tomaten-Sauce servieren! Ich liebe den Herbst und ich liebe dieses Buch!

Und keine Buchbesprechung ohne Rezept! Da meine neue Backform leider schon bei ihrem ersten Einsatz, undicht war und der sich Teig der eigentlich geplanten Apfel-Quark-Torte im gesamten Backofen verteilt hatte, musste ich improvisieren und habe kurzerhand den Florentiner Apfel-Kuchen als kleine Törtchen in der Muffinbackform gebacken. Eine witzige Idee, da so jeder direkt sein eigenes kleines Stück vom Glück bekommt. Wer mag serviert den Kuchen mit einem Klecks Sahne oder etwas Vanillesauce.

Das Rezept

Florentiner Apfel-Kuchen
(für 1 Springform á 24 oder 26 cm)

Für den Mürbeteig:
150 g weiche Butter
75 g Puderzucker
1 Pck. Bourbonvanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei (Größe M)
300 g Mehl

Für die Füllung:
1 kg süß-säuerliche Äpfel
(z.B. Borsdorfer Renette, Jakob Lebel oder Boskop)
Saft von 1/2 Zitrone
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlener Kardamom
1-2 EL Zucker (je nach Säure des Apfels)

Für den Mandelguss
100 g Butter
100 g Zucker
1 1/2 EL Mehl
190 g Mandelblättchen

Die Zubereitung

Für den Mürbeteig die Butter mit Puderzucker, Vanillezucker und Salz mithilfe einer Küchenmaschine (mit Knethaken) kurz vermischen. Ei und Mehl dazugeben und die Masse so kurz wie möglich zu einem Teig zusammenkneten. Der Teig sollte sich gut vom Schüsselrand losen und nicht zu klebrig sein. Mit den Händen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verkneten, zu einem flachen Ziegel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Äpfel schälen, entkernen und achteln. In schmale Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit Zitronensaft, Zimt, Kardamom und Zucker gut vermischen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Springform fetten und mit Mehl ausstäuben.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und kurz warten, bis er sich gut ausrollen lässt. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 2-3 mm dick ausrollen. Die vorbereitete Springform damit auskleiden und mit den Fingern andrücken. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Kühl stellen.

Für den Guss Butter und Zucker in einem Topf erhitzen. Das Mehl einrühren und vom Herd nehmen. Schlagsahne und Mandelblättchen untermengen.

Die Apfelfüllung auf dem Boden verteilen und mit dem Mandelguss bedecken. Im vorgeheizten Ofen 50-55 Minuten backen, bis die Mandeln goldbraun sind und leicht karamellisieren.

Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Herrlich, der Kuchen schmeckt grandios lecker. „Seinen Namen verdankt der Florentiner Apfelkuchen einer Schicht aus karamellisierten Mandeln, die an Florentiner Plätzchen angelehnt sind. Die Mandeln verleihen dem Kuchen eine besondere Note und harmonieren ideal mit Äpfeln, die ein ausgeglichenes Verhältnis von Süße und Säure aufweisen, wie z.B. Borsdorfer Renette, Jakob Lebel oder Boskop.“

Eure Sabsi

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