Weekendfood: Zwetschgen Haselnuss Galette mit zarter Baiserfüllung und mein erstes Stück Pflaumenkuchen

Es ist Spätsommer – wobei es sich zeitweise eher nach Herbst anfühlt – und die Bäume hängen voller reifer Pflaumen, Zwetschgen, Marillen und Co. und warten darauf gepflückt und vernascht zu werden.

Ich kann mich noch an meine Kindheit, erinnern als wir auf der großen Streuobstwiese auf Obstbäume geklettert sind und Kirschkernweitspucken gespielt haben 😉 und da stand er, ein Riesen Zwetschgenbaum mit seinen alten knorrigen Ästen – die voller praller lila Früchte hingen und endlich von der üppigen Last befreit werden wollten. Mit Holzleitern und Eimern bewaffnet, kletterten wir auf dem Baum, setzten uns auf die Äste um direkt an Ort und Stelle von den Zwetschgen zu naschen. Bis zu jenem Tag, als ich mir ziemlich unfreiwillig, eine Zwetschge mit einem Wurm teilen muss! Dieses Trauma habe ich bis heute nicht überwunden und jede Zwetschge wird penibel gewaschen, inspiziert und mit dem Messer aufgeschnitten und wandert keine Sekunde vorher in den Mund. Es könnte ja sein

Und auf Bäume klettere ich auch nicht mehr, sondern kaufe die Zwetschgen und Co. lieber beim Bauern vom Wochenmarkt. Ob Ihr es glaubt oder nicht, aber ich habe vergangenes Wochenende das erste Mal ein Stück Zwetschgenkuchen gegessen. Ich mag eigentlich keinen Kuchen mit belegten und gebackenem Obst. Früher habe ich vom Obstkuchen nur den Boden und die Streusel genascht, aber das weich gebackene Obst habe ich nicht angerührt. Ebenso grausam finde ich diese Biskuitkuchen mit Obst aus der Dose und tonnenweise Tortenguss.

Warum ich auf die Idee gekommen bin, eine Zwetschgen-Galette zu backen – ich weiß es selbst nicht, vielleicht war es der knusprige Mürbeteig oder der zarte Haselnuss Baiser – der sich in der Galette versteckt – oder beides zusammen, ich kann es Euch nicht sagen. Aber diese kleinen Galettes sind so unwiderstehlich gut, dass selbst ich davon ein ganzes Stück inklusive der Zwetschgen essen musste.

Zwetschgen Haselnussgalette mit zartem Baiser
(für ca. 6 kleine Galette oder eine Große)

Für den Mürbeteig
200 g gemahlene Haselnusskerne
300 g Dinkelmehl
125 g Zucker
1 Packung Vanillezucker
200 g kalte Butter
50 g kalte Meersalzbutter
1 Eigelb

Für die Füllung
1 Eiweiß
50 g Zucker
1 Msp. Zimt
50 g gemahlene Haselnusskerne
750 g Zwetschgen
Zubereitung:
Butter und Meersalzbutter würfeln und mit Mehl, gemahlene Haselnusskerne
Zucker, Vanillezucker und dem Eigelb in einer Schüssel vermischen und rasch zu einem Mürbeteig verkneten. Im Kühlschrank für eine Stunde ruhen lassen.

Währenddessen Eiweiß mit Zucker, Zimt und gemahlenen Haselnusskernen mit dem Mixer aufschlagen und bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Die Zwetschgen waschen, vierteln und entkernen. Beiseite stellen.

Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen.

Den Mürbeteig kurz verkneten und in 6 gleichgroße Stücke teilen, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen und jeweils einen Esslöffel Haselnuss-Baiser darauf verstreichen, dabei einen 3–4 cm breiten Rand frei lassen und anschließend die Zwetschgen auf der Baiser Mischung verteilen und den Rand wellig überklappen. Die Galettetörtchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 30 Minuten knusprig goldbraun backen und herausnehmen. Auskühlen lassen und vor dem Servieren nach Lust und Laune mit etwas Puderzucker bestäuben.

Das Rezept habe ich bei Billa.at gefunden und ein wenig nach meinen Vorlieben verändert. Für den extra Fruchtkick könnt Ihr die Galette auch noch mit selbstgemachter Pflaumenmarmelade (Rezept findet Ihr hier) bestreichen. Probiert die Zwetschgen Galette unbedingt aus und lasst es euch schmecken.

Eure Sabsi

2 Gedanken zu “Weekendfood: Zwetschgen Haselnuss Galette mit zarter Baiserfüllung und mein erstes Stück Pflaumenkuchen

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